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Vom Hilfsmittel zu mehr Selbstständigkeit: Marits Geschichte

25 September 2026

„Mein Humor ist stärker als mein Bindegewebe.“
Marit Scholtens (44) lebt mit hEDS (hypermobiles Ehlers-Danlos-Syndrom), Dysautonomie, Gastroparese und POTS. Aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation kann sie leider nicht mehr arbeiten. Trotzdem nutzt Marit ihre Erfahrungen, um anderen zu helfen. Auf Instagram @too.bendy.to.break teilt sie ihre Erfahrungen mit dem Leben mit einer chronischen Erkrankung, Schmerzen und Ehlers-Danlos – mit einer Kombination aus wichtigen Informationen und einer großen Portion Humor.

Wenn die Hände dich einschränken
Durch ihr hEDS ist Marit extrem hypermobil und erlebt regelmäßig (Sub-)Luxationen. Besonders ihre Handgelenke, Hände und Finger verursachten starke Schmerzen und Einschränkungen.
„Es war wirklich extrem schmerzhaft und führte dazu, dass ich meine Hände nicht so benutzen konnte, wie ich es gerne wollte.“ Sie bekam verschiedene Orthesen verschrieben und ihre Hände wurden regelmäßig bei der Physiotherapie getapet. Doch auch die Orthesen brachten praktische Herausforderungen mit sich. Sie waren warm, durften nicht nass werden und der Klettverschluss blieb an ihrer Kleidung hängen. „Es musste anders gehen.“ Durch andere Betroffene und ihre eigene Suche im Internet entdeckte Marit schließlich We Design Silversplints. „Ich war sofort überzeugt. Das musste ich ausprobieren.“

Individuell angepasst
Beim Anpassen ihrer Silversplints wurde Marit von unserem Partner Atelier d’Orthopédie unterstützt. Gemeinsam wurde auf ihre Hände, Gelenke und individuellen Bedürfnisse geschaut, damit die Silversplints passend zu ihrer persönlichen Situation angefertigt werden konnten.
Diese persönliche Anpassung ist wichtig, denn jede Hand und jedes Bedürfnis ist anders. Durch die individuelle Anpassung erhält Marit eine Unterstützung, die zu ihrem Alltag passt.

Mehr Unterstützung und mehr Freiheit
Seit Marit ihre Silversplints trägt, erlebt sie weniger Luxationen an ihren Handgelenken, Händen und Fingern. Die Silversplints helfen ihr außerdem dabei, eine Überstreckung der Gelenke zu verhindern und dadurch mehr Stabilität zu geben. Doch für Marit geht es um mehr als Unterstützung und weniger Schmerzen. Die Schienen haben ihr auch einen Teil ihrer Selbstständigkeit zurückgegeben. „Die Schienen haben mir einen Teil meiner Selbstständigkeit zurückgegeben.“Ein einfaches, aber bedeutungsvolles Beispiel ist etwas, das für viele Menschen selbstverständlich ist: die eigenen Haare zu waschen. Inzwischen kann Marit das wieder selbst – sogar unter der Dusche.„Die Menschen denken, es sei Schmuck“ Was Marit zunächst nicht erwartet hatte: Sie würde ihre Hilfsmittel auch als schön und elegant empfinden. „Ich hätte nie erwartet, dass ich meine Hilfsmittel als elegant empfinden würde.“ Regelmäßig bekommt sie Komplimente für ihren „schönen Schmuck“. Wenn sie erzählt, dass es sich tatsächlich um medizinische Hilfsmittel handelt, sind die Menschen oft überrascht. Und genau das gefällt Marit. Ihre Silversplints sind nichts, was sie verstecken möchte. Sie sind zu einem Teil ihres Alltags und auch ihres persönlichen Stils geworden.

Gib dir Zeit
Für Menschen, die gerade mit Silversplints beginnen, hat Marit einen wichtigen Rat: Steigere die Tragezeit langsam. „Am Anfang fühlen sie sich ungewohnt an, weil dein Körper sie noch nicht gewohnt ist. Steigere die Tragezeit vorsichtig und trage sie jeden Tag ein bisschen länger.“ Mittlerweile möchte Marit ihre Splints nicht mehr missen. Was sich anfangs wie eine zusätzliche Einschränkung angefühlt hat, hat ihr letztendlich mehr Freiheit gegeben. „Mit der Zeit fühlt es sich immer mehr so an, als wären sie ein Teil von dir. Dann sieht man sie nicht mehr als Hilfsmittel, sondern als ein wunderschönes Modeaccessoire, mit dem man gut aussehen kann.“

Vom Hilfsmittel zu mehr Selbstständigkeit
Marits Geschichte zeigt, dass ein Hilfsmittel mehr sein kann als reine Unterstützung. Für sie bedeuten Silversplints auch mehr Selbstständigkeit im Alltag, mehr Vertrauen in ihre Hände und die Freiheit, Dinge wieder selbst tun zu können.Und vielleicht genauso wichtig: Sie hat nicht das Gefühl, ihre Hilfsmittel verstecken zu müssen. Sie dürfen gesehen werden. Du möchtest mehr über Marits Erfahrungen erfahren? Folge ihr auf Instagram: @too.bendy.to.break.

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